Verabschiedung von Alinde Stroh aus dem Gemeinderat

Im neuen Gemeinderat ist Alinde Stroh von der Fraktion der Freien Wähler nicht mehr vertreten, da sie aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte.

Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Konrad Fleckenstein, verabschiedete sie mit folgenden Worten:

Alles hat seine Zeit                                                          

Liebe Alinde,

die eingangs zitierte Aussage trifft auf ein wesentliches Merkmal eines jeden Ehrenamtes, so auch auf das Ehrenamt eines Gemeinderats bzw. Rätin, zu.

Alles hat seine Zeit, d.h., dass auch alles ein Ende hat.

Du hast das Ende dieser Zeit selbst bestimmt und diese Bestimmung nicht anderen überlassen.

Was festzustellen bleibt, ist dies, dass das Ehrenamt eines Gemeinderats in all den Jahren sicherlich nicht leichter, sondern sehr viel umfangreicher und auch zeitraubender geworden ist.

So hat die Informationsflut – wie in allen anderen Lebensbereichen – enorm zugenommen.

Entscheidungen werden sehr viel kritischer und auch öffentlicher als früher auf ihre Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit hin überprüft. Damit steht auch der Entscheidungsträger mehr als früher in der Kritik für seine Entscheidungen.

In einer Zeit, in der Gruppenegoismen wie auch Einzelinteressen dominieren und das Engagement für die Allgemeinheit, aber auch in Vereinen oder Verbänden doch abnimmt, verdienen 10 Jahre Engagement zum Wohle der Heimatgemeinde Anerkennung und Respekt

Denn die kommunale Selbstverwaltung ist nicht nur ein wichtiger Teil unserer Demokratie, sondern sie ist für jeden Bürger und jede Bürgerin hautnah zu erleben. In der kommunalen Selbstverwaltung nehmen die Bürgerinnen und Bürger das Heft selbst in die Hand. Es ist also nicht eine anonyme Obrigkeit, die uns die Entscheidungen für die Gemeinde abnimmt, sondern wir selbst bestimmen den Weg dieser Gemeinde. Die kommunale Selbstverwaltung lebt aber davon, dass sich die Bürger und Bürgerinnen einbringen und damit Demokratie in die Tat umsetzen.

Als Du der Fraktion mitgeteilt hast, dass Du nicht mehr als Gemeinderätin kandidieren wirst, mussten wir das akzeptieren.

Die Doppelbelastung Beruf und Ehrenamt waren eine große Belastung.

10 Jahre hast Du diesem Gremium angehört. In diesen 10 Jahren wurde vieles diskutiert, entschieden.

Aufgrund Deiner beruflichen Tätigkeit hattest Du im wahrsten Sinn des Wortes immer das Ohr am Puls der Zeit.

In den Fraktionssitzungen, auch im Gemeinderat, konntest Du immer wieder wertvolle und wichtige Hinweise einfließen lassen. 

Für Deine Arbeit bleibt uns heute, Dir zu danken.

Auch nach Beendigung Deiner Tätigkeit als Gemeinderätin bist Du bei uns, den Freien Wählern, natürlich jederzeit herzlich willkommen. Wir freuen uns.

Als Anerkennung für Deine Arbeit darf ich Dir heute von der Fraktion diesen Wellness-Gutschein überreichen. Wir denken, gerade das Richtige, um einmal auszuspannen.

Liebe Alinde,

 nochmals herzlichen Dank und alles Gute.

Konrad Fleckenstein
Fraktionsvorsitzender